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Hof , 01./02.08.2026 Zwei Titel für Sanja Kropf, einer für Simon Körber

An einem sehr kühlen Samstag und einem warmen Sonntag fand im Hofer Stadion an der Ossecker Straße der Reigen der Bayerischen
Meisterschaften mit den Titelkämpfen der Aktiven und der U20 seinen Abschluss. Zwei Titel sicherte sich Sanja Kropf, einen Simon Körber. Filip Hofmann sicherte sich einen dritten Platz.
Die U18-Europameisterschaftsteilnehmerin Sanja Kropf (TSV Burghaslach) dominierte erwartungsgemäß auf beiden längeren Sprintdistanzen d er weiblichen U18. Ihre gleichaltrige Vereinskameradin Frederike Meyer stand stets an ihrer Seite. Bei Windstille qualifizierte sich Kropf nach 24
,76 Sekunden als Schnellste aller 31 Teilnehmerinnen der sechs Vorläufe souverän für das A-Finale der besten Sechs. Meyer hingegen wurde vo m starken Gegenwind etwas ausgebremst, ihre 27,07 Sekunden
reichten auch nicht für das B-Finale. Im Endlauf zeigte Kropf ihre stärke und sicherte sich in 24,49 Sekunden mit über einer Sekunde Vorsprung. Die Meisterinnen über 400 Meter wurden in
zwei Zeitläufen ermittelt. Kropf siegte hier nach 56:82 Sekunden überlegen mit anderthalb Sekunden Vorsprung und durfte zum zweiten Mal auf die oberste Stufe des Podiums steigen. Meyer kam im ersten Zeitlauf nach 60
,29 Sekunden, der drittbesten Zeit ihrer Laufbahn als Zweite ins Ziel, in der Gesamtabrechnung bedeutete dies Rang Sieben.
Einen weiteren Titel gab es durch den Colmberger Simon Körber (Munich
Athletics) im Hochsprung der Männer. Bis zur Höhe von 1,95 m lag Körber auf Rang zwei, nachdem er sowohl 1,92 m als auch 1,95 m jeweils erst im zweiten Versuch überquert hatte. Die anschließenden 1,98 m meisterte er
direkt im ersten Versuch und übernahm damit die Führung. Sein letzter verbliebener Konkurrent, der Ingolstädter Manuel Marko, riss diese Höhe
im ersten Versuch und verzichtete anschließend auf die beiden weiteren Versuche. Damit stand Körber bereits vor dem Wettkampfende als
Bayerischer Meister fest. Die anschließend von ihm gewählte Höhe von 2,03 m, welche gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung bedeutet
hätte, konnte er trotz dreier guter Versuche nicht mehr überqueren. Sein Kommentar im Nachlauf: "Irgendwann muss es mit diesen verdammten 2,03 Metern noch mal klappen".

Die Entscheidung über 800 Meter der Männer, bei kühlen 17 Grad unmittelbar nach einem Regenschauer, erwies sich gerade in der
Anfangsphase als sehr turbulente Angelegenheit. Bei 13 Teilnehmern auf einer Sechs-Bahnen-Anlage wären zwei Zeitläufe erforderlich gewesen.
Die Organisatoren entschieden sich dann für einen Start an der Evolvente, an weilcher unter anderem auch der Emskirchener Ben Dreßel (LAC Quelle Fürth) und der zu den
Männern hochgestartete Valentin Herrmann (TSV Ansbach) auf den Startschuss warteten. . Beide hatten sich zum Ziel gesetzt, die Zwei-Minuten-Marke zu unterbieten, Herrmann zum dritten
Mal, Dreßel mit einer Vorleistung von 2:00,90 min erstmalig. Es war ein echtes Meisterschaftsrennen. Gleich nach dem Startschuss begann der Kampf um die besten Positionen, mehrmals kamen auch
die Ellenbogen zum Einsatz. In dieser Phase spürte Herrmann einen andern Fuß an seiner Ferse, was sich später auswirken sollte. Ausgangs der Startkurve stürze ein Läufer, so dass der hinter ihm
laufende Dreßel abbremsen und einen Umweg laufen musste. Dies kostete ihm wertvolle Sekunden. Herrmann ging nach etwa 58 Sekunden
Sekunden in die zweite Runde, Dreßel etwa eine knappe Sekunde später. Letzterer hatte auf den letzten 100 Metern noch die Kraft, sich an
Herrmann vorbei zu kämpfen, Herrmann hingegen spürte bereits seine schmerzende Ferse und konnte sein Tempo in der letzten halben Runde
nicht mehr halten. Dreßel belegte nach 2:02,73 Minuten Rang Neun, Herrrmann folgte nach 2:04,05 min als Zehnter.
 Gleich fünf Mal ging der Ansbacher Filip Hofmann (TSV Gräfelfing) an den Start. Für den angehenden Polizisten war es aus dem vollen Training
heraus ein Test für die Ende August anstehenden Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover. Gerade diese Vorbelastung wirkte sich
jedoch teilweise auf seine Leistungen aus. Zum Auftakt stand der Diskuswurf auf dem Programm und dies sorgte erst einmal nicht für
Optimismus. Drei ungültige Versuche - nur der Umstand, dass weniger als neun Teilnehmer im Wettkampf waren, rettete ihn in den Endkampf. Im sechsten Durchgan g schleuderte er die 2 kg schwere Scheibe wenigstens auf 40,54 Meter, was Rang Fünf bedeutete. Im seinem 100-Vorlauf
finishte er gemeinsam mit seinen früheren Vereinskollegen nach 11,59 Sekunden als Sechster, selbst das Zielfoto wies keinen Abstand zwischen beiden aus.
Das einzige Positive beim Kugelstoß war der dritte Platz, die erzielten 12 Meter hingegen nicht unbedingt. Am zweiten Tag lief es bei höheren Temperaturen deutlich besser. In der
Stabhochsprungentscheidung benötigte er für die beiden Höhen von 4,00 m und 4,10 m jeweils drei Anläufe, doch eben mit der letztgenannten Höhe egalisierte Hofmann seine Mitte Juni in Filderstadt
aufgestellte persönliche Bestmarke. 4,20 Meter waren für ihn an diesem Tag zu hoch, somit belegte er Rang Sechs. Es folgte ein guter Abschluss: Über 110 Meter Hürden kam Hofmann mit seinen 15:13
Sekunden bis auf sechs Hundertstel an seinen Hausrekord heran und belegte damit den undankbaren vierten Platz. Sein Fazit: "Ich muss die nach einer harten Trainingswoche erzielten
Leistungen so nehmen wie sie sind und für die Deutschen Meisterschaften darauf aufbauen". Im Diskuswurf der weiblichen U18 hatte sich Nicola Rührschneck (TV Leutershausen) für die
Meisterschaften qualifiziert. Als 15. der Meldeliste angereist, konnte sie sich mit einer
guten Leistung bis auf Rang sieben nach vorne arbeiten. Mit einer konstant guten Serie übertraf sie ihre bisherige persönliche Bestleistung gleich
viermal. Ihr weitester Wurf gelang ihr im zweiten Durchgang mit 33,31 m und bedeutete gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung.

Im 3.000-Meter-Lauf der männlichen U18 ging ihr Vereinskamerad Ben Vetter an den Start. Nach einem guten Beginn hatte sich das Tempo der
Verfolgergruppe zunächst etwas verlangsamt. Vetter ergriff daraufhin die Initiative, schloss die Lücke zur Spitzengruppe und übernahm
anschließend sogar den dritten Rang. Erst auf der Zielgeraden musste er noch zwei Konkurrenten passieren lassen. Mit einer Zeit von 9:36,64
Minuten verbesserte der Colmberger seine erst vor vier Wochen aufgestellte persönliche Bestleistung erneut um vier Sekunden und belegte einen guten fünften Platz..
Maximilian Niebling vom TSV 1860 Ansbach hatte sich im
Speerwurf der U18 in seiner ersten Saison mit dem 700 Gramm-Speer seit Mai von 39 Meter auf 46,50 Meter gesteigert. In Hof sicherte sich der 16-jährige gleich im ersten Durchgang mit 48,03
Meter die Endkampfteilnahme. Noch einmal Konzentration auf die wichtigsten technischen Merkmale und im dritten Versuch segelte der Speer optimal im leichten Gegenwind auf 49,99 Meter. Als
Nummer sechs der Meldeliste verbesserte sich Niebling damit auf Rang vier der Ergebnisliste. Auch mit seinem Stabhochsprung konnte Niebling zufrieden sein.
Nach fehlerfreien Höhen bis zu 3,20 Meter war erst die neue Bestleistung von 3,35 Meter nur knapp zu hoch. Hierfür wird dann doch der Umstieg auf die nächste Stablänge nötig sein. Rang fünf
war für Niebling die zweite Platzierung, die zur Teilnahme an der Siegerehrung der besten Acht berechtigte. Nach einer Woche Schulfahrt kam der Vierte der Deutschen U20
-Meisterschaften, Matias Neutzler (TSV 1860 Ansbach), nicht in der Form seines damaligen 4,92-Meter-Wettkampfes nach Hof. Zu den Männern hoch gestartet freute sich der 18-jährige
Stabhochspringer, dass nunmehr anspruchsvolle 4,40 Meter als Anfangshöhe auch unter schwierigen Voraussetzungen möglich sind. Vor seiner Wettkampfserie bei Einladungsspringen in
Jockgrim, Gräfelfing und nach einem kurzen Trainingslager in zehn Tagen in Zweibrücken vor vierstelligen Zuschauerzahlen reichte es damit für den Ansbacher zu Platz vier.
„Schöne Sprünge, Carina“ hörte Stabhochspringerin Carina Kilian vom TSV Ipsheim das Kompliment des Landestrainers nach ihrem Wettkampf i n der Frauenklasse. Bis zur
Saisonbestleistung von 3,30 Meter gelangen der U23-Athletin sichere Lattenüberquerungen jeweils im ersten Versuch. Erst die persönliche Bestleistung von 3,40 Meter war dann trotz einiger Justierungen der Griffhöhe
jeweils ganz knapp zu hoch. Dies ergab Platz sechs in der Endabrechnung. Bei 18 gemeldeten Sportlerinnen hatte Zoé Wilzin (TSV 1860 Ansbach) im Weitsprung das Ziel, den Endkampf
der besten Acht zu erreichen. Als Zehnte gemeldet flog die Ansbacherin gleich im ersten Durchgang auf 5,02 Meter und konnte befreit weiterspringen. Noch dreimal überflog die Siebenkämpferin die 5-Meter-Marke, mit 5
,08 Meter im dritten Durchgang und dem sechsten Gesamtrang hatte sie sich um vier Plätze gegenüber der Meldeliste vorgearbeitet.
Bericht: Jörg Behrendt, Erich Grau
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