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Paris, 28.06.2026
Florian Bremms Diamond Leguae-Premiere endet auf Rang 14
280620260001 Start
Es war ein seltsames Rennen: die abschließenden 5000 Meter beim Meeting de Paris, der achten Station der diesjährigen Diamond Leguae. Für den Colmberger Florian Bremm endete dieses mit einem 14. Platz und einer Zeit von 13:10,39 min, immerhin der drittbesten Zeit seiner Karriere.
280620260004 3400m1Ein großes Feld im ausverkauften Stade Charléty vor 20000 Zuschauern: 24 Läufer standen in zwei Gruppen an den Startlinien. Am Vortag herrschten noch 34 Grad, als Bremm im Stadion sein letztes Training abspult280620260007 3900me, am Wettkampftag hatte es sich dann doch auf 29 Grad abgekühlt und unmittelbar vor dem Start zogen auch Wolken auf. Bemm startete in der in der 15-köpfigen hinteren Gruppe als Dritter von außen. Nach 100 Meter ordneten sich beide Gruppen auf die Innenbahn ein, Bremm erwartungsgemäß im hinterem Teil des Feldes. Vorne folgte aber nur der eher unbekannte Franzose Etienne Daguinos den Tempomachern, das langgezogene Feld lief in einem bis zu 70 Meter anwachsenden Abstand hinterher. Doch als der Pacemaker seine Arbeit beendete, waren später auch die Kräfte des Franzosen aufgebraucht und innerhalb einer Runde schloss das Feld die Lücke. Auch Bremm ergriff die Initiative und kämpfte sich im recht kompakten Feld etwas nach vorne, was nicht ganz ohne Körperkontakte abging. Dann ging jedoch vorne die Post ab. Das Feld zerfiel und Bremm fand sich plötzlich im "Niemandsland" wieder - größere Lücken sowohl nach vorne als auch nach hinten. So musste der Colmberger die letzten beiden Runden versuchen, alleine sein Tempo zu halten, was auch gelang. Am Ende finishte er bei seiner Diamond League-Premiere in 13:10,39 min, seiner drittbesten 5000m-Zeit, als Vierzehnter. Sein deutscher Dauerrivale Maximilian Thorwirth, der das Rennen im Livestream kommentierte, zeigte sich aber doch beeindruckt von der Leistung des Colmbergers: "Es ist doch beeindruckend, wie Bremm das nicht unbedingt geplante 5000-Meter-Hitzerennen vor Wochenfrist in Hengelo wegesteckt hat. Es war doch ein starkes Rennen von ihn.”
Der Tagessieg ging nach 12:54,80 min an den US-Amerikaner Grant Fischer, es folgten in in 12:55,22 min der Kenianer Jacob Krop und in 12:55,38 min der Schwede Andreas Almgren. Der Franzose Etienne Daguinos, welcher anfangs vorweg lief, beendete sein Rennen nicht.
Der Dresdner Karl Bebendorf sorgte eine halbe Stunde früher im 3000m-Hindernisrennen für eine Überraschung. Mit einem fulminanten Endspurt sorgte er mit neuer persönlicher Bestzeit von 8:05,55 min für einen deutschen Tagessieg in der hösten Meetingserie vom World Athletics.

Strava-Kommentar von Flo Bremm:
Ich habe noch nicht mal Ansatzweise ein Stadion mit so viel Stimmung erlebt. Einfach der Wahnsinn und eine unglaubliche Erfahrung. Habe mich gut gefühlt und dank Sophie Huber richtig gut gekühlt. Leider war ich einfach zu weit hinten und wurde viel geschubst. Als es dann so richtig abging habe ich auch den Anschluss verloren. Auf den letzten 1000 war ich auch komplett cooked. Den 29 Grad musste ich dann doch ihren Tribut zahlen. Für die Umstände bin ich mit der Zeit echt zufrieden