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Wettringen 14.06.2026: Beim Jubiläum schneller als gedacht

Im Juni 2005 erfuhr ich kurzfristig, dass es in Wettringen eine neue Laufveranstaltung gibt. Nach dem Sonntagstraining in der Feuchtlach fuhr ich
dann später noch rüber, meldete nach und gewann beim ersten Brunnenlauf die 5 Kilometer (Bild links). So begann eine Serie - nun stand ich beim 20. Brunnenlauf auch zum zwanzigsten Male unter dem Start bogen. Es war heiß damals vor 21 Jahren, heuer war es zumindest ein klein
we nig kühler. Vor dem Brunnenlauf war ich noch als Berichterstatter beim Feuchtwanger Triathlon und fuhr direkt
hinüber. Nach der Flaute vor jahresfrist waren es dann doch 73 Läufer und Läuferinnen, welche sich unter dem Startbogen versammelten. Vor Jahresfrist hat ja ein junges Team um Saskia Dänzel die
Organisation übernommen und die zufriedenen Läufer sowie die gute Stimmung bewegt das Team des Lauftreffs Wettringen nun wohl doch zum Weitermachen. Wie fast immer war die Erwärmung etwas lustlos, denn
es war mir fast schon zu warm. Doch die Steigerungen “An der Kirche” liefen dann schon besser. So war ich früh fertig und konnte es in aller Ruhe angehen lassen. Hier feierten nun auch meine
neuen Vaporfly4 ihre Wettkampfpremiere. Mein Vereinskollege Christoph Dümmler war auch am Start. Zweimal hat er schon die 5 Kilometer gewinnen können
(so wie ich anno dunnemals), nun nahm er die anspruchsvollen 10 Kilometer in Angriff. Wir beide standen nebeneinander in der ersten Reihe.
Es wurde heruntergezählt und kurz vor Null ging es los. Wir beide kamen auch gut weg und gingen so allen eventuellen Rangeleien aus dem Weg,
Der erste Kilometer war so für mich erstmal zum Einsortieren, doch ich hatte das Gefühl, dass es zumindest halbwegs gut lief. Vor dem ersten
Kilometer konnte man schon weit nach vorne blicken und da sah ich einen Mann in Grün einsam vorneweg den Bergen entgegen streben. Es war Crhistoph, der sich nach 36:56 min mit über dr ei Minuten Vorsprung seinen ersten 10km-Sieg sicherte. An der ersten Kilometermarke stellte ich
dann fest, dass ich mit 4:45 min ganz schön flo tt unterwegs war. Natürluch wurde es dann etwas langsamer, zumal es mal leicht bergauf ging. Mit dem Überholtwerden
war es nun schon fast vorbei, vielleicht überholte ich auch bereits. Entscheidend war aber der Abzweig nach etwa 2,5 Kilometern. Zum einem hatte ich hier etwas zu kämpfen,
zum anderem teilten sich hier die Strecken. Die Zehner liefen auf der Straße hinein in die Berge, die Fünfter durften nach rechts. Nun wurde es etwas einsamer. Nach vorne war reichlich
Luft, nach hinten noch knapper. Ganz langsam konnte ich aber den Vorsprung ausbauen. Wasser an der Wasserstation - das gab Erfrischung und Auftrieb, auch wenn die Becher etwas voller hätten sein können. Nun ging
es bergab und es lief wieder gut. Mein Vorderläufer hatte eine Minute Vorsprung, mein Nachfolger folgte 30 Sekunden später und irgendwann war mir klar, dass
letzerem nun auch ein Endspurt nicht mehr helfen würde. Ich schaute dann auch auf meine Uhr und sah, dass immer noch eine 23 vorne stand. Doch der Endspurt “An der
Kirche” blieb heuer aus, da hat es aus meiner Sicht dort schon ganz andere Zweikämpfe gegeben. Trotzdem leichte Tempobeschleunigung als symbolischem Endspurt
und am Ende waren es für mich 24:02 Minuten. Völlig überraschend war ich somit gerade mal
fünf Sekunden langsamer als bei meiner bei besten Bedingungen gelaufenen offiziellen Jahresbestzeit in Venlo. Als Jahresbestzeit hätte es hier
mangels Vermessung ohnehin nicht gezählt, aber der Kurs misst doch recht genau fünf Kilometer. Am Puls von 170 war aber zu sehen, dass ich
diesmal am Anschlag lief.Mit dieser Zeit hatte ich nicht gerechnet, zumal ich die letzten drei Jahre eine 25 vorne hatte.
Über die Platzierung hatte ich zuerst keinen Überblick, dafür waren die Abstände zu groß. Es war dann Rang Sechs. Sieger war der Neusitzer
Bürgermeister Manuel Döhler, mit dem ich vor Jahresfrist gemeinsam mit dem heutigen Dritten Horst Sobek in Neusitz in einer Biathlonstaffel stand.
Bei der Siegerehrung misste ich dann doch nach oben: Saskia Dänzer überreichte Markus Bergold und mir als Läufer der ersten Stunde, die heuer zum zwanzigsten Male dabei waren, einen Vitaminkorb...

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