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Herrieden, 02.05.2026 Heimspiel dank neuem Outfit

Nachdem ich 2025 aufgrund einer ungünstigen Terminplanung nur als Zuschauer in Herrieden war und dies auch nur zu den Hauptläufen, konnte
ich heuer auch wieder aktiv dabei sein. Bei der 18. Auflage des Herrieder Stadtlaufes ging ich so wie schon 2024 wieder über 5,5 Kilometer an
den Start, heuer aber für die Aquathleten und damit im ungewohnten Outfit. Selbiges sorgte aber wohl auch dafür, dass das Rennen für mich zum Heimspiel wurde.


In aller Ruhe konnte ich so die Nachwuchsrennen auch fotografisch verfolgen und es war schon viel los auf dem “Herrieder Achter”. Auch die
vielen Herrieder Störche drehten immer wieder ihre Runden über das ungewohnte Geschehen. Den 10-Kilometer-Lauf konnte ich nicht mehr bis ganz zum Ende verfolgen, es gab aber einiges zu sehen. Zum ei nem den Nachweis, dass, wer am Anfang zu schnell durch das Altmühltor
schiesst, es später büssen muss; zum Anderem einen klaren Start-Ziel-Sieg des 30-Minuten-Läufer Robin Habermann aus Göppingen. Natürlich waren auch Läufer aus dem Kreis vorne
dabei, so wie Thomas Dahmen als Vierter und Christoph Dümmler als Siebenter. Und auch meine Jungs vom TSV habe ich noch im Ziel begrüßt. Der Gesamtsieger Robin Habermann haderte mit der
ungewohnten Wärme, welche so manchem den Stecker zog. Robin wollte ja gerne eine 30 vor dem Komma haben, es wurde eine 31 - ein Luxusproblem für unsereins. Doch auch ich ging auf Nummer Sicher und deponierte an der
Siechkapelle eine Wasserflasche unter dem Leitkegel der Feuerwehr, beobachtet von den Kameraden der FFW Elbersroth. Dann versuchte ich mich, in der schattigen
Innenstadt selber etwas aufzuwärmen. Der Start war für 18:55 Uhr angesetzt, also wurde es dann doch schon etwas kühler. Das mit der Startzeit klappte dann nicht, aber dafür können die
Aquas nichts. Es gab noch einen Notarzteinsatz kurz vor der Wende in Stegbruck und so mussten wir eben warten. Aber die Kunst, in solchen Fällen die Spannung zu halten, beherrsche ich inzwischen auch.
Um 19:12 war es dann doch soweit. 268 Läufer ind Läuferinnen stürzten sich ins Rennen und ich war erst vorne mit dabei im Gedränge. In der
Hinteren Gasse suchte ich dann mein eigenes Tempo, zumal das dortige Kopfsteinpflaster für Carbonschuhe etwas suboptimal ist. Es sind aber
nur 100 Meter, dass haben wir Asphalt unter den Sohlen. Wir haben uns dann auch einsortiert, ich wurde ab und an auch noch überholt, aber nach anderthalb Kilometern hatten andere ihr Pulver s chon verschossen. Andrea und Utte standen an der Strecke und feuerten noch zusätzlich an und
sorgten auch für weitere B ilder, Christoph stand zu diesem Zweck am Stat und im Ziel. Wir liefen hinaus zur Wende nach Stegbruck und der Blick schweifte weit über das flache Land. Dann war es soweit: Moritz
Meyer kam knapp vor Leon Anbrecht von vorne - im Ziel war die Reihenfolge nach spannendem Zweikampf umgekehrt. Später auch andere, die ich grüßte: Robert Dahmen, Ingo Hansch und Bernd Wolfschläger. Die
Wende war aber noch nicht in Sicht. Durch die Deichscharte liefen wir nach Stegbruck hinein, noch eine Kurve, dann kam der Wendepunkt. Hier gab es Wasser, die
Dusche sah ich zu spät. Es geht hier aber auch recht eng zu. Ein Zuschauer feuerte mich glaich extra an: “Herrieden!” - das lag definitiv am Trikot.
Etwas erfrischt, liefen wir nun zurück nach Herrieden und durch die Erfrischung war ich nun auch schneller unterwegs. Ausserdem war
zwischenzeitlich auch die Lockerheit gekommen. Es ging doch recht gut, ganz so warm wie befürchtet war es nicht. Dann sah ich “meinen”
Leitkegel, holte meine Flasche und erfrischte mich noch für den letzten Kilometer, der gleic h beginnen würde. Hier war aber überraschend auch noch eine Wasserstation aufgebaut. Altmühlweg,
dann hinein in die Innenstadt und durch die heikle Hintere Gasse. Auf der vorderen kassen, den letzten 200 Metern geschah dann doch noch so einiges. Ich meinte, noch eine etwas entfernte
Dreiergruppe angreifen zu wollen. Auf der Vorderen Gasse brannte dann die Luft. Irgendwi war ich an allen vorbei, doch einer hatte auf den letzten Metern noch etwas dagegenzuhalten. Es
war ein Vereinskollege: Thomas Hartmann, ein spurtstarker Basketballer, bestartet für die hapa Ansbach Piranhas und siebzehn Jahre jünger als ich. Leider fand ich ihn später nicht wieder, um
ihn zu gratulieren. Meine Mitläufer wissen: Wer mich im Endspurt schlägt, der muss verdammt gut sputen können und Thomas konnte es. Es ging zwar um nichts, dies aber unter Einsatz aller
Kräfte - ich musste es mindestens zwei Minuten büßen. Für mich waren es eine Sekunden hinter Thomas für die 5,5 Kilometer 27:11 Minuten und Rang Zwei in der M60, der AK-Sieger Thomas
Seltmann von der hapa AG war 81 Sekunden schneller. Erholt und mit trockener Kleidung verfolgte ich dann die letzten Zieleinläufe, die Staffeln und die Siegerehrung und die Verlosung. Hier gab es für
mich eine Saisonkarte für das Herrieder Parkbad - das Wasser dort soll ganz schön nass sein. , Im Dunklen ging ich dann zum Duschen zum Sportplatz, danach gab es noch Helferessen im Pfarrheim...

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