Feuchtwangen, 11.11.2023 Solange die Kräfte reichen...
Der 39. Feuchtwanger Crosslauf stand unter einem besonderem Stern: Im Rahmen der Traditionsveranstaltung wurden bei den Erwachsenen auch die Bayerischen Polizeimeisterschaften im Crosslauf ausgetragen. Dies
sorgte auf der Mittel- und Langstrecke für große und hochklassige Felder. Zu den 140 Teilnehmern aller Altersklassen kamen so 119 Polizisten und Polizistinnen.
Erstmals stand nun auch die Hochmeisterhalle zur Verfügung und bot bei Schauerwetter beste Voraussetzungen. Der Rundkurs wurde im Vergleich zum Vorjahr etwas
modifiziert, als Waldstrecke ist er aber im Gegensatz zur alten Strecke an der Tierklinik nicht gerade zuschauerfreundlich. Die Regenfälle um im Rennverlauf dann
auch zahlreiche Läuferfüße hatten den Kurs ausgezeichnet “präpariert”, so dass er auch höheren sportlichen Ansprüchen gerecht wurde. Die große Runde wurde geändert und gerade deshalb war
ich schon sehr zeitig vor Ort, um diesen nach den letzten und vor dem nächsten Regen mal abzugehen. Schlammpassagen
am Ende des Downhillabschnittes und ein steiler Anstieg nach zwei Kilometern, das kann schon heiter werden. Eingelaufen hatte ich mich dann später im Wohngebiet - natürlich im Regen.
15 Mittelstreckenläufer der Crosswertung und 34 Polizisten - dies war einmal ein sehr großes Feld im Mittelstreckenrennen über 2,6 km. Die Polizisten
sind vor allem jung und schnell, es waren ja auch etliche bayerische Spitzenläufer vertreten. Wenige Minuten vor dem Start versiegte dann auch der
Regen. Als ich dort eintraf, war der größte Teil des Feldes bereits versammelt und ich stellte mich gleich weiter hinten rein. Um Elf sollte es losgehen,
doch Rainer seine Uhr ging vor und bereits um 10:58 Uhr fiel der Startschuss. Ich kam im Gegensatz zu Flachslanden auch gut in mein Rennen und
nach 50 Metern ging es gleich mal durch die erste Schlammpassage. Dann wurde es besser und nach 300 Metern ging es dann bergab. Zu diesem
zeitpunkt war der Weg noch gut zu belaufen, so dass ich hier fast im Sturzflug herunterlief und zwei Läufer überholte. Dabei streifte ich mit der Hand
auch mal einen kleinen Ast. Unten angekommen, hiess es dann, runterzubremsen und heil durch den Schlamm zu kommen. Roman Lassen überholte mich dann irgendwann wieder.
 Nun waren es erst mal Flurwege und bis auf eine Kurve gut zu belaufen. Bald ging es dann auch wieder leicht bergauf. Ich merkte dann schon, dass der
erste Teil viel Kraft gekostet hat. Hinter mir war auch mein Dauerrivale Roland Bass. Nach der Linkskurve folgte dann der steigl Anstieg, wo gleich mal
15 Höhenmeter drin waren. Oben hatte ich dann mein Pulver für diesen tag verschossen. Es ging leicht ansteigend weiter, doch nun kam Roldnd näher
und ich leistete dann auch keine Gegenwehr mehr. Nur noch kultiviert ankommen, war das Motto. Aus dem Pfad wurde dann ein Forstweg und es ging
in der langgezogenen Rechtskurve dem Ziel entgegen. Linkskurve zum Zielbogen, dann war es nach 13:45 min geschafft. Sauber waren die Beine nun
nicht mehr und an der Hand ist unterwegs mal Blut geflossen. Jared und Stefan waren natürlich schon längst im Ziel. Für mich lief es so deutlich besser
als in Flachslanden, auch wenn am Ende die Kraft fehlte. Mal sehen, wie ich mit der Dinkelsbühler Strecke klarkomme, diese ist von Charakter ja
ähnlich, aber da gibt es zwei Berge und sie ist 700 m länger. Und irgendein Wettermodell redet da etwas von Schnee...
Schnell in die Halle, umziehen und dann folgte der Reigen der weiteren Rennen mut zwei hochklassigen Langstreckenrennen am Ende. In der
Mittelstrecke wurden nur die ersten drei des Gesamteinlaufes aufgerufen, doch am Ende des Tages, während der Langstreckensiegerehrung durfte ich
dann doch noch nach oben: Rainer Weißmann überreichte mir vor versammelter Mannschaft das Deutsche Sportabzeichen in Gold, welches ich im Sommer in Feuchtwangen abgelegt habe.
Fotos: Lara Mayer, Theo Kiefner, Peter Hölzlein

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