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Wolferstadt, 30.12.2018
Zweiter Platz bei der Nummer Sechzig
Vor Jahresfrist war ich auf der Jagd nach meinem sechzigsten Rennen im Jahr, da war der Wolferstädter Crosslauf die Nummer 58. Heuer fand die vierte Auflage wiederum am vorletzten Tag des Jahres statt, für mich war es aber bereits die Nummer Sechzig. Vor Jahresfrist blies ein Schneesturm, heuer nur ein stürmischer Westwind bei trockenem Wetter.
Glücklicherweise war ich diesmal zeitig vor Ort und kam schnell an meine Startnummer, denn später wurde die Schlange an der Anmeldung länger und länger. Auch Vormelder mussten sich dort einreihen.
Um 10 Uhr war der gemeinsame Start der 10 und der 5 km geplant, da hatte ich mein Erwärmungsprogramm hinter mir. Doch die Schlange nahm noch kein Ende. Also hieß es, sich in der warmen Halle des Bauhofes warmzuhalten. Raus ging ich erst, als alle rausgingen. Dann hatte ich schon Wettkampfsachen an, als es hieß. dass in fünf Minuten die 10,2 km und fünf Minuten später die 5,6 km gestartet werden. Warme Sachen hatte ich aber mitgenommen, so konnte ich noch den ersten Start verfolgen. Dann standen wir selber am Start, den Wind noch im Rücken. Ich musste jetzt mal sehen, wie ich dann richtig warm werden würde, zumal wir am Vortag noch drei Runden Zehnerzirkel gemacht haben. 301280099 Andre Schwarz  Joerg Behrendt
Doch dann wurde heruntergezählt und es ging los. Komischerweise war ich gleich vorne, nur ein sehr junger Nachwuchsläufer war an meiner Seite. Von hinten kamen aber schon die verzweifelten Rufe, dass er doch bitte langsamer laufen solle. So ging ich also mit einigen Metern Vorsprung in die erste Kurve. Dann schlossen zwei Läufer zu mir auf. Es ging etwa 30 Höhenmeter bergab, ich lies es rollen, war wieder vorne, doch dann waren wir wieder zu dritt. Die Spitzengruppe bestand also aus Andre Schwarz (TSV Herxheim), Stefan Uhlig (Kulturverein Lungenberg) und meiner Wenigkeit. Unten angekommen, ging es zunächst auf einer Straße und dann auf Feldwegen Richtung Osten, den Westwind im Rücken. Wir konnten so auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr beobachten, ohne die oftmals nichts laufen würde. Dann liefen wir auf die letzten “Zehner” auf, diese verabschiedeten sich aber an der ersten Streckentrennung nach recht in den Wald. Etwa zur Rennhälfte , nach 2,5 km, konnte sich Andre ganz langsam absetzen. Meter für Meter baute der Vierzigjährige den Vorsprung aus. Ich war nunmehr gemeinsam mit den 51-jährigen Stefan Uhlig unterwegs. Ich versuchte mal, wegzukommen, doch bald hatte Stefan die Lücke wieder geschlossen. Trödeln durfte ich nicht, denn hinter uns schien ein Läufer in Blau immer näher zu kommen. Es war der 22-jährige Florian Kupies. Nun ging es also auch um den Stockerlplatz. Einen Kilometer vor Ultimo lag dann der steile Anstieg vor uns. Hier ging ich aufs Ganze und konnte mich dann auch deutlich von Stefan absetzen. Die Frage ist aber: in welchen Zustand komme ich oben an? Platt war ich dann wirklich und nach der Rechtskurve ging es ja immer noch leicht bergauf. Dazu kam der Gegenwind. Endlich oben angekommen, es ging wieder leicht bergab, der Wind von der Seite. Blicke nach hinten: Es müsste für Platz 2 reichen, aber sicher sein sollte man sich da nicht. Letzte Rechtskurve, der Wind wieder von vorne. Letzte Blicke nach hinten - nein, da drohne nun wirklich keine Gefahr mehr, zumal ich auch gut Fahrt drauf hatte. So war es für mich nach 25:37 min, 26 Sekunden hinter Andre geschafft. Zweiter Gesamt, Sieger in der M55. Da ich noch niederkniete, bekam ich nicht, was sich hinter mir abspielte, denn Florian hat inzwischen den Rückstand zu Stefan zugelaufen und beide passierten zwölf Sekunden hinter mir als gemeinsame Dritte die Ziellinie. So gab es erste Händedrücke und anschließend verfolgte ich die weiteren Zieleinläufe mit den 10km-Siegen von Florian Holzinger und Marina Schenk.
Mit dem Stockerlplatz bei der Siegerehrung war übrigens Sense. Über 5,6 km wurden nur die beiden Gesamtschnellsten (m/w) geehrt, obwohl in der Ausschreibung ausdrücklich ohne Streckenbezug geschrieben steht: “Auszeichnung: Gesamtwertung Platz 1-3 m/w”. Und da es im Ries auch keine Urkunden gibt, bleibt nur die Erinnerung an ein schönes familäres Rennen am Rande des Rieskraters. Eine weitere Erinnerung entfernte ich später im Sportheim unter der Dusche und zu Hause in der Waschmaschine: angetrocknete Schlammschichten an den Waden und an der Wettkampfkleidung.
Damit ist also der Vorjahresrekord mit 60 Wettkämpfen egalisiert, jetzt folgt nur noch Hengstfeld...