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Berlin 26./27.09.2026 Valentin Herrmann läuft U20-Kreisrekord
 Foto: © sportograf
Stimmung, Kampf, Spaß und auch Tränen - Der Berlin-Marathon mit seinen 50000 Finishern schrieb wieder viele Geschichten. Mindestens drei
Ansbacher haben daran mitgeschrieben.
Valentin Herrmann vom TSV Ansbach hat sich den Traum von einem U20-Kreisrekord erfüllen können. Mit seinen 3:11:44 Stunden unterbot der 18
-Jährige die von seinen damaligen Vereinskollegen Gaylord Gußmann im Jahre 1990 beim einzigen grenzüberschreitenden Berlin-Marathon
aufgestellte Marke von 3:26:26 Stunden um über 15 Minuten. Die Vorzeichen waren nicht die besten, denn sein Trainer Jared Halbig war oft der
Verzweiflung nahe. Trainingspläne wurden oftmals zur Makulatur und die Wettkampfgestaltung im Vorfeld widersprach auch allen Lehren. Doch an
einen zunächst kühlen Tag waren die Bedingungen für die ersten Startgruppen optimal. Herrmann durfte das Rennen gegen 8:45 Uhr in der ersten
Startwelle in Angriff nehmen und zeigte sich im im unmittelbaren Vorfeld voll auf das Rennen fokussiert. Zunächst war er mit einem Tempo
unterwegs, welches auf eine Zeit von unter drei Stunden hingedeutet hätte. “Du bist zu schnell”, rief ihn sein Begleiter bei Kilometer Acht am
Friedrichstadtpalast zu. “Ja, ich weiss es”, lautete die Antwort.

Nach knapp 15 Kilometern ließ es der Ansbacher dann doch ruhiger angehen. Er lief nun ein Kilometerschnitt von 4:45 bis 4:55 min/km und es
sollte sich auszahlen. Bei Kilometer 32, wo viele bereits mit verschiedensten Problemen zu kämpfen hatten, zeigte sich Herrmann weiterhin gut
aufgelegt, klatschte Zuschauer ab und machte viele Plätze gut. Nach 36 Kilometern hatte er dann doch Waden- und Oberschenkelprobleme, doch
dies hinderte ihn nicht daran, auf den letzen beiden Kilometern vo bei am Gendarmenmarkt und auf der langen Zielgeraden Unter den Linden und
durch das Brandenburger Tor noch einen langen Endspurt durchzuziehen. In der Gesamtabrechnung bedeutete dies bei den männlichen Startern
Rang 4057 und in der Altersklasse U20 den zwölften Platz. Der Rest war nur noch Jubel.
Über ein recht gleichmäßiges Rennen konnte sich Maximilian Rößel von der HG Ansbach freuen. Er startete 20 Minuten nach Herrmann und
konnte auch noch die Morgenkühle nutzen. In der zweiten Rennhälfte verlor er im Vergleich zur ersten lediglich drei Minuten und erreichte nach
3:18:37 Stunden als 6315. das Ziel in der stark besetzten M35 bedeutete dies Rang 1340.

Der vereinslose David Unger absolvierte die 42,195 im Trachtenlook, also mit Lederhose, rotem Karohemd und Hut. Die ersten Hälfte lief es mit
einer Halbmarathonzeit von 1:29:44 Stunden noch gut, dann "wurde mir unter dem Hut zu warm". Die Sonne war zwischenzeitlich auch schon höher
gestiegen und sorgte später für einen spätsommerlichen Tag. An Ende stand für ihn eine Zeit von 3:31:18 Stunden und ein 1769. Platz in der M30 zu Buche.
Für den Ansbacher Dominik Friedrich war es in den Farben des MTV Ingolstadt ein geplanter Longrun in Vorbereitung auf den München-Marathon.
"Das war wirklich die beeindruckendste Laufveranstaltung, bei der ich bisher mitmachen durfte" Erst am Ende sollte er nach Rücksprache mit
seinem Trainer gemeinsam mit einem Vereinskollegen noch beschleunigen, so spurteten beide durch das Brandenburger Tor dem Ziel entgegen.
"Der Herbst-Saison-Höhepunkt kommt dann erst in 2 Wochen mit dem München Marathon. Berlin hat zwar nicht lehrbuchmäßig in den Trainingsplan gepasst, aber dafür richtig Spaß gemacht."
Der Marktbiberter Florian Koch, erst kürzlich in Ipsheim und Obernzenn siegreich, konnte auf den Hauptstadtstraßen seine im Frühjahr gelaufene
Bestzeit um eine knappe Minute auf 2:34:29 Stunden verbessern. Der 32-Jährige startete einen Angriff auf die begehrte 2:30-Stunden-Marke und
passierte nach 1:13:57 die Halbmarathonmarke, verlor dann jedoch in der zweiten Rennhälfte sieben Minuten. Im Gesamteinlauf belegte er Rang 439, in der leistungsstarken Klasse M30 bedeutete dies den 14 5. Platz. In den regionalen Bestenlisten kann diese Leistung jedoch keinen Einzug
finden, sein Verein Laufteam Bayern ist im oberfränk ischen Rödental beheimatet. Nach guten Beginn musste auch Tanja Billmann (TSV Neustadt/Aisch) in der zweiten Rennhälfte ihr Tempo etwas drosselm.
Zunächst auf einen Kurs unterhalb der Vier-Stunden-Marke, finishte die 52-Jährige Ausdauerathletin nach 4:10:32 Stunden auf Platz 6347, in ihrer Altersklasse W50 bedeutete dies Rang 457.
Der unverwüstliche Rainer Fritsch (TSV Markt Erlbach) ließ sich auch diesmal den Start in der Hauptstadt nicht nehmen. Der 71-Jährige sicherte sich nach 7:26:46 Stunden in seiner Altersklasse
M70 den 194. Platz. Der Colmberger Florian Bremm war als Pacemaker für den Düsseldorfer Aaron Bienenfeld unterwegs. Er begleitete ihn bis zur Halbmarathonmarke, welche
nach 1:03 Stunden erreicht war. "Ganz ganz tolle Erfahrung, ich hatte wirklich viel Spaß. Dass ich auch so weit komme ist auch super. Mit ca. 3 Wochen Training, wenig Schlaf und viel Stress in den letzten
Wochen kann sich das sehen lassen. Gegen Ende ist es muskulär dann auch echt anstrengend geworden". Am Vortag stand ein 5-Kilometerlauf auf dem Schlußabschnitt der Marathonstrecke ausgehend
vom Potsdamer Platz auf dem Programm. Das Rennen wurde gemeinsam von Florian Bremm und Mohamed Abdilaahi gestartet. Unter den
12000 Teilnehmenden war auch Jörg Behrendt vom TSV Ansbach am Start. Auch hier herrschte bereits Marathonstimmung. Der 64-jährige
Ansbacher konnte sich nach 24:18 Minuten über einen 19. Platz in seiner mit 101 Finishern besetzten Altersklasse M60 freuen.
Der Bericht wird zunächst weiter ergänzt. Ergebnisse aus den Kreisen AN und NEA können gerne an webmaster@joergbehrendt übermittelt werden.
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