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Weigenheim,  15.02.2014
Schlammhölle statt Paradies

15023082 Joerg Behrendt“Fünf Wochen ohne Wettkampf, das hälst Du doch nicht aus”, so sagte es Hans nach dem Cross in Eckental. Er hatte recht und der Weinparadies-Cross in Weigenheim stand schnell in der Planung. Von der Strecke hat man ja schon nichts Gutes gehört, auch wenn die Ausschreibung einen Rundkurs mit Steigungen versprach. Das war nicht nur geringfügig untertrieben.
Eigentlich freute ich mich auf ein erstes Frühlingsrennen, doch statt der angekündigten 12 Grad gab es Dauerregen. An der Strecke konnte der regen nichts mehr ändern, diese war schon die Niederschläge der vergangenen Woche schon bestens “präpariert”. Stefan Schwager und ich, die wir gemeinsam die 2 km lange Runde abliefen, sahen uns in unseren schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Gefährliche Bergabpassagen und ein langgezogener Anstieg, gegen dem die Dinkelsbühler Mutschach nur ein Mickey-Maus-Hügel und das Ganze teilweise im tiefen Schlamm. Im Sommer ist hier das fränkische Weinparadies, diesmal wurde es erst mal die Schlammhölle. Ein Paradies sieht anders aus.  Der SV Viktoria Weigenheim und der FC Gollhofen veranstalteten den Weinparadies-Cross zum dritten Mal und die Teilnehmerzahlen gingen stetig nach oben. Zweimal Eis und Schnee, nun Schlamm mit Regen  und 118 Läufer und Läuferinnen standen in den drei Rennen am Start.
Für uns waren es drei dieser Runden, also 6 km und 69 Starter drängten sich an der abschüssigen Startgerade, ein erfreulich großes Feld. Der TSV Ansbach war gleich zu dritt vertreten, denn ausser mir waren es eben noch Stefan Schwager und der junge Florian Wiehl. Der Start verlief aus unserer Sicht problemlos, denn  gleich eine Rechtskurve und schließlich steil bergab. An der Spitzkehre erwischte es mich dann, aber ohne weitere Folgen, abgesehen von etwas Blut am Knie, das am Ziel schon längst eingetrocknet war. Nun ging es erst mal den langen Berg hinauf, noch im Laufen, oben dann, wie vorher schon vermutet, gehenderweise. Die Spikes fanden auch keinen Halt mehr. Dann ging es eben weiter, aber immer wieder Pfützen und Schlamm und immer wieder rutschten die Spikes weg. Besondere Herausforderung: ein dicker Baum, der schräg über den Weg hin. Einige kletterten rechts rüber, andere machten sich klein und unterquerten ihn links. Anfangs sah ich noch Flo und Stafan, dann waren sie entschwunden. Auf Schotter steil bergab zum Ziel und als es wieder ins Gras ging, waren gleich wieder Rutschpartien angesagt, Bodo Schwager stand hier mit Regenschirm und sorgte auch noch für ein paar Bilder. Nach der ersten Runde waren in Plätze im Prinzip vergeben, es ging nur noch wenig hin und her. Ich musste nun darauf achten, heil durchzukommen. Der Scheinfelder Wolfgang Kuhn, auch M50er, kam noch an mir vorbei, ich verzichtete aber auf irgendwelche riskanten Aktionen. In der dritten Runde, als der Berg von allen in meiner Nähe gehenderweise bezwungen war, musste ich aber doch noch einmal Gas geben, da doch noch einige ausschließen wollte. Nun ging es doch noch einmal quer durch die Pfützen, so dass die Schlammpackung an den Beinen noch einmal erneuert wurde. Zielschuss, gefährliche Richtungswechsel kurz vor dem Ziel, dann war es geschafft. Ein Cross, wie er im Buche steht - Pfaffenhofen hat Konkurrenz bekommen. Das es doch ein gutes Rennen war, erfuhr ich beim Blick in die Ergebnisliste: 14. von 69 und Fünfter in der M50 - in jeder anderen Altersklasse wäre ich unter die ersten Drei gekommen.
Es war ein hartes Rennen bei einer gut organisierten Veranstaltung - mal sehen, was uns in Markt Indersdorf bevorsteht.

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