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Venlo, 29.03.2026 Die Stimmung pushte auf eine Sup-24
VWenn man schon mal oben ist, kann man auch einmal den Venloop in Venlo mitnehmen. Aufgrund von Bahnstreckensperrungen fand dieser eine Woche später als sonst statt und und von Düsseldorf sind es nur 70 Minuten
reiche Fahrzeit bis kurz hinter die Grenze. Mit insgesamt 25.000 Teilnehmern hat sich der Venloop zu einen der größten und sicher auch stimmungsvollsten niederländischen Läufe entwickelt.
Mitten in der Nacht, als die Uhr am Turm des Düsseldorfer Hauptbahnhofes kurz nach sechs anzeigte, holte ich mir noch etwas zum Frühstück und sieg
dann in die S-Bahn. Beim Umsteigen in Mönchengladbach konnte ich in der Bahnhofsunterführung noch einige historische Stadtaufnahmen betrachten. Als ich dann kurz vor Acht den Bahnhof von Venlo verließ, grüßte dort bereits ein
Startbogen die Ankommenden. Alles war ab hier ausgeschildert und so fand man auch mühelos den Weg in den Julianapark. Da aber noch Zeit war, die 5 Kilometer wurden um 10:50 Uhr gestartet,
machte ich noch einen kleinen Stadtbummel bis hin zur Maas. 45 Minuten vorher ging es dann ans Einlaufen. Es war sonnig und wurde nun auch langsam wärmer - einfach ideale Laufbedingungen.
Ich ging dann hinüber zum Startareal. Durch den Eingang für die “snelle Loopers” ging ich aber nach hinten, wo hinter dem Flatterband das “normale” Feld war. Zwei Minuten vor Ultimo
rückten wir dann vor zu den Schnellen. Urplötzlich der Schuss. Sechs Sekunden später überquerte ich die Startlinie. Obwohl die
Beine noch recht schwer waren, lief es doch recht gut an. Natürlich wurde ich noch überholt, bald überholte ich aber auch die ersten. Platzierung war eh egal, eigentlich wollte ich nur mal die Stimmung genießen. Diese war auch spitzenmmäßig. Fast überall Zuschauer, offizielle
und inoffizielle Musikstationen und die Start war festlich geschmückt. Mit 4:44 war der erste Kilometer auch recht flott, dann wurde es ein klein wenig langsamer. Mein Wunschtraum war
ja, trotz der Vortagesbelastung eventuell wenigstens eine 24 vor dem Komma zu haben. Auch wann es dann langsamer war, fühlte ich mich immer lockerer.
Bei einer solchen Stimmung machte das Laufen einfach Spaß. Bei Kilometer Vier ging es in die Altstadt. Nun standen die Zuschauer links und rechts in
geschlossenen Reihen und ich hatte das Gefühl, zu fliegen. Hier ging es aber auch ganz leicht bergab. Dann die letzte Linkskurve in die Lange Zielgerade.
Nun wieder leicht bergauf und dies spürte ich in den Beinen. Das Tempo sackte etwas ab, den üblichen Endspurt gab es diesmal nicht. Doch als ich
dann endlich den Zielbogen durchlief, zeigte die Uhr oben 23:59 min a. Für
mich daren es netto dann 23:53 Minuten. Es war zwar “nur” Platz 225 von 2242 Finishern, aber die Platzierung war ja eh egal. Alterklassen ging es
beim Venloop sowieso nicht. Was zählte, das war die unerwartete Zeit, nur neun Sekunden langsamer als 2025 in Bremen. Mit einer 23 vor dem
Komma hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, da muss ich einen guten Tag erwischt haben.Wahrscheinlich haben sich auch die längeren Intervalle im Vorfeld ausgezahlt.
45 Minuten später begann bereits meine Heimreise und beim Aufenthalt in Düsseldorf gab es bei einem Italiener in Bahnhofsnähe ein günstiges
Mittagessen inkluse einem Altbier. Auch wenn die Bahn nicht unbedingt ihren besten Tag hatte, war ich dann doch pünktlich in Ansbach. 
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