|
Obermögersheim, 04.04.2026 Schöne Premiere am Wachtlersberg Es war eine Premiere: zum ersten Mal veranstaltete der SV
Obermögersheim seinen Koderlauf. Koder ist ein bayerisches Wort für Kater und Obermögersheim ein etwa 550 Einwohner zählender Stadtteil von Wassertrüdingen. Den Lauf fand ich durch Zufall, da hatte es bereits 160
Anmeldungen, ab Ende waren es deren 400 und 378 davon auch wirklich vor Ort. Termin war am Karsamstag und so war ich statt in Obersontheim diesmal in Obermögersheim. Vier Strecken standen auf dem Programm: ei n Kinderlauf über 800 Meter, "Kurz und knackig" über 4,1 km, die Koderrunde über 8,6 km und der
Traillauf über den Gipfel des Wachtlersberges über 11.3 km. Ich entschied mich für die 4,1 km, da man danach auch die Zieleinläufe der längeren Distanzen verfolgen konnte, vom Trail sogar den Start.
Es war viel los auf dem Sportplatz und auch bereits viel aufgebaut. Der Lauf sollte auch als Dorftreffpunkt dienen. Das Wetter passte, allerdings hatten wir auf dem beiden
Schlusskilometern Gegenwind. Mit 126 Teilnehmern hatte "kurz und knackig" den größten Zusprunch aller Rennen und die Altersspanne reichte von 4 bis 85 Jahren, wobei weiter hinten
auch gewalkt werden konnte. Bereits zehn Minuten vor dem Start waren die ersten beiden Reihen belegt. Die Jüngsten hatten
sich frühzeitig an der Startlinie aufgestellt, wir anderen platzierten uns dann dahinter. Ein Mitläufer fragte mich noch, ob mir nicht kalt wäre und prüfte es an meiner Schulter. Ergebnis: auf
Betriebstemperatur. Dann, Punkt 14:30 Uhr wurde heruntergezählt. Wider Erwarten ging es doch ganz gut, obwohl nach 20 Metern eine recht spitze Kurve kam, um die Sportplatzbande
passieren zu können. Der Kurs führte erst nach Süden und dann bis Kilometer Zwei nach Osten und gerade am Anfang auch etwa 20 Höhenmeter bergauf. Bis zur ersten Kurve hatte es sich
dann auch schon mehr einsortiert. Einige der Jüngsten waren aber immer noch vorne dabei und der neunjährige Matteo Schöllhammer sollte das Ding am Ende nach 18:21 min sogar gewinnen.
Mich passierte hier ein Mann, vom dem ich vermutete, dass er M60+ wäre und diese Vermutung trog nicht. Martin Essinger konnte seinen Vorsprung zu mir schnell aufbauen und entschied
unsere Altersklasse aller Männer ab 60 in 19:39 für sich. Die Querspange nach 2 Kilometern verlief auf einem Feldweg, nach 250 Metern ging es dann wiederum nach links und nun bergab
aus Asphalt dem Wind und dem Ziel entgegen. Viel passierte aus meiner Sicht hier nicht mehr. Ich überholte wohl noch einen Jungspund, ansonsten war nach vorne und nach hinten Luft. 200
Meter vor dem Ziel dann der Abzweig zum Sportplatz - erst kurz Schotter und dann Rasen. 2 Meter steil bergab, dann war die Zielgerade auf dem Fußballfeld erreicht. Es waren dann 20:42
min für die etwa 4,1 Kilometer, gesamt Rang Neun und in der M60+ hinter Martin Essinger und vor Michael Rubin Rang Zwei. Im Ziel empfing mich gleich mein Vereinskamerad Florian Wiehl,
der sich auf dem Trailrun vorbereitete. Dort wurde er dann als bester Läufer aus dem Kreis Ansbach Sechster.
Schnell geduscht, dann galt es, den Trailstart zu verfolgen und noch vor selbigem kamen bereits die Schnellsten der Koderrunde zurück. Es war
eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung, bei der scheinbar das ganze Dorf mitwirkte: als Teilnehmer, als Helfer oder als Zuschauer. Kritisiert
wurde die unkonventionelle Altersklasseneinteilung und die fehlenden AK-Siegerehrungen. Gelobt wurden die Streckenführungen der beiden
langen Läufe. 2027, voraussichtlich am Samstag nach Fronleichnam soll es neue Stecken geben, das Wachtlersberg hat da bestimmt noch einiges zu bieten.

|