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Gremsdorf, 05.09.2026 Durch 69 Kurven musst Du laufen... ...dann wartete das Stockerl. 17 Kurven auf jeder Runde, 4 Runden
und damit etwa 7,7 km und am Ende noch die Zielkurve: Die Gremsdorfer haben es geschafft, im 1000-Einwohner zählenden Hauptort südlich der B470 einen Rundkurs auszuzirkeln, ohne dass man wie bei anderen Läufen weit
in die Umgebung hinauslaufen muss.Der Preis dafür sind eben die vielen Kurven, dazu kam jedes Mal ein Anstieg zum Sportplatz. Ich hatte mich diesmal für den Hauptlauf entschieden, um nicht mitten in der Nacht
loszumüssen. Dieser war für 11:15 Uhr angesetzt und Gremsdorf liegt vor den Toren von Höchstadt/Aisch und ist sehr gut erreichbar. Der Bus spuckte mich knapp zwei Stunden vorher am Kloster aus und da hörte man schon
die Stimme vom Sprecher. Erst einmal hieß es, die Örtlichkeiten zu erkunde n, Gremsdorf ist für mich ein neuer Wettkampfort. 40 Minuten vor dem Start lief ich dann eine
Streckenkenntnisrunde. Inzwischen verzogen sich die Wolken und die Temperaturen stiegen. Die Erwärmung verlief nac h Plan, so stand ich dann um 11:15 mit 77 weiteren Läufern in
lockerer Aufstellung am Startbogenn. Urplätzlich wurde von drei noch heruntergezählt und es ging los.Offiziell 7,7 Kilometer - letztmalig bin ich am 14. Dezember im Zürich mit 8.5 Kilometern bei einem
Wettkampf so weit gelaufen. So versuchte ich es auch, es anfangs etwas ruhig angehen zu lassen, zumal es tendenziell ganz leicht bergauf geht. Wir liefen immer auf Wohnstraßen durch den Ort, nach
etwa 800 Metern geht es dann auf einem befestigten Weg die zehn Höhenmeter zum Sportplatz hinauf und dann durch weitere Wohnstraßen wieder herunter. Die ehemalige Bahntrasse zurück zum
Kerwazelt war der längste Geradeausabschnitt, dann folgte eine 120-Grad-Kurve und es ging in die zweite Runde. Inzwischen lief es bei mir rund. Die Platzierungen hatten sich dann auch eingepegelt. Gute
Stimmung am Start, aber auch Streckenposten feuerten an. Kurz vor Ende meiner zweiten Runde kam ein roter Schatten von hinten herangeschossen, der Gesamtsieger Tobias Singer von der TS
Herzogenaurach war mir nun eine Runde voraus. Nach genau 20 Minuten war die erste Hälfte absolviert und die gerade aufgebaute Wasserstation tat gut.. Eine
Frauenstimme am Streckenrand rief: “Jörg ist schon wieder da...”. Nachdem ich noch einen Läufer überholte, passierte dann platzierungsmäßig nichts mehr. Vor mir mit etwas Vorsprung
ein Mann und eine Dame, hinter mir tat sich eine größere Lücke auf. Der Anstieg zum Sportplatz viel immer noch scher, das Bergabrollen umso leichter. In der vierten und letzten
Runde sah ich, dass sich von hinten die junge Gremsdorferin Anna-Marie Franke langsam herankämpfte. Ich zog dann bergab an, doch dann kam Anna-Marie wieder näher. So musste
ich doch etwas anziehen, auch wenn ich auf einen Endspurt zu meiner Vorläuferin, der Herzogenauracherin Magdalena Bretting verzichtete. Noch einmal die 120-Grad-Kurve, und
dann hinter dem Startbogen durch die 69. Kurve des Tages zum Ziel. Nach 40:46 Minuten, vier Sekunden hinter Magdalena und fünf Sekunden vor
Anna-Maria war es geschafft. Platz 42 im Gesamteinlauf und später erfuhr ich, es war hinter den Gesamtachten Günter Belzer der zweite Platz in der
M60. Die Strecke war offiziell mit 7,5 km angegeben, tatsächlich waren es etwa 7,7 bis 7,8 Kilometer, ja nach GPS-Uhr. Ich lag aber erst mal auf dem
Boden, eine der Damen brachte mir Wasser. Es dauerte wohl doch zwei Minuten, bis ich wieder auf meinen Beinen stand, die lange Distanz und die
Wärme haben schon etwas gefordert. Doch dann hatte ich mich bald erholt und nach einigen Gesprächen ging ich erst mal zum Duschen ins Sportheim.
Später folgten dann die Siegerehrungen und schließlich stand ich mit dem M60-Sieger Günter Belzer und dem drittplatzierten Klaus Trecher vom TSV
Neuhaus/Ausch auf dem Stockerl. Es hatte sich also gelohnt und um ehrlich zu sein, ich hatte es mir anhand der Vormeldeliste auch ausgerechnet.
Natürlich hätte es auch anders ausgehen können, man weissnich, was die anderen draufhaben, ob ich so laufen lann, wie ich will und ob noch schnelle
Nachmeldungen kommen. In der M65, ab 2027 meine neue Altersklasse, wäre ich Sechster geworden...
Es war eine schöne und sehr gut organisierte Veranstaltung der SG Gremsdorf und der Gemeinde Gremsdorf. Auf dem Dorf geht oftmals mehr als in manchen Städten, das habe ich auch schon in Unterschüpf gespürt.
Da bis zum Bus noch Zeit war, konnte ich mich am Kerwazelt noch mit Speis und Trank stärken, bis es zufrieden wieder heimging.

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