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Delitzsch, 22.08.2026
Zwischenstopp auf der Heimreise
220820260004kl
Es war eine ungeplante 61-stündige Deutschlandrundreise durch sechs Bundesländer und mit zwei Übernachtungen. Grund für diese Reise war, dass ich im Friedwald von Lehnin meinen mit 52 Jahren viel zu früh verstorbenen Cousin auf seiner letzten Reise begleiten wollte. Am Tag darauf ging es dann wieder etwas in die Normalität zurück.
Statt gleich mit dem ICE zurückzufahren, plante ich die Rückfahrt mit dem Deutschlandticket und einer Zwischenübernachtung in Dessau. So konnte ich mit den 3. Stadtwerkelauf Delitzsch auch mal eine neue Laufveranstaltung kennenlernen. Bislang kannte ich nur den Bahnhof von der Durchfahrt.
Die reichlich drei Stunden reichten, um die 25000-Einwohner zählende Stadt in ihren Grundzügen zu erkunden. Von Dessau war man in 23 Minuten herübergefahren und um 8:30 Uhr gab es noch keine Schlange an der Startnummernausgabe. Dort gab es auch eine Tüte mit verschiedenen Kl220820260003keinigkeiten und eine Kostprobe sehr leckerer Schokoflakes von Zetti. Dann ging ich noch kurz in die Innenstadt, der Lauf führte dann außerhalb der gut erhaltenen Stadtmauer immer an den Wallanlagen entlang. Danach hat man fast alles gesehen, was es in Delitzsch zu sehen gibt.
Ich hatte für die 6 Kilometer gemeldet und der Start für die 6 Kilometer war für 10:30 Uhr angelegt. Mit 227 Zieleinläufen hatte diese Distanz den größten Zuspruch. Ausserdem standen 10 km, 2 km und ein Bambinilauf auf dem Programm. Mit 15 Grad war das Wetter sehr läuferfreundlich, der Regen zog knapp vorbei. Zum Einlaufen drehte ich schon mal eine Runde um die Stadt, im Wettkampf würden es dann deren drei werden.
Die Stimmung am Roßmarkt war sehr gut. Fünf vor halb Elf durften wir in den Block. Ich stand ziemlich weit vorne, aber nicht in der ersten Reihe. Im Vergleich zum 4km-Lauf in Roth war es eine deutlich lockere Aufstellung, zumal hier die Nettozeiten zählten. Es soll auch Startwellen gegeben haben. Der Sprecher machte noch etwas Stimmung, dann wurde heruntergezählt und pünktlich ging es ohne Drängeleiten los. So war auch genügend Platz da, um sich einzusortieren. Linkerhand hatten wir den Wall und die Stadtmauer. Jeder halbe Kilometer war gekennzeichnet und eine Runde hatte zwei Kilometer. Nach einen doch recht flotten ersten Kilometer wurde es dann doch etwas langsamer. Ab und an überholte mich noch jemand, andere sammelte ich schon wieder e220820260005klin. So sah ich zur Linken auch das Barockschloss und etliche Tortürme. Nach 10:03 min hatte ich die erste Runde absolviert, dies war jedoch dem schnellen Startabschnitt zu verdanken. Ich spürte schon, dass es nun langsamer werden würde. Dies traf auch ein, Runde Zwei war mit 30:39 deutlich langsamer. Irgendwann überholten einige, das waren dann die Schnellsten aus der zweiten Welle. Die Stimmung am Roßplatz war gigantisch und schickte einen in die letzte Runde. Gerade am Ende konnte ich hier noch etwas beschleunigen und kam auch kurz vor dem Ziel gut durch den hinterhältigen kurzen Abstieg in den Graben und wieder hinauf. Vor stimmungsvoller Kulisse schickten mich die Cheerleaderinnen dann ins Ziel. 10:19 für die Schlussrunde, ingesamt waren es dann offiziell 30:59 Minuten, angesichts der letzten Tage ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Unter 130 Männern belegte ich damit Platz 45 und konnte die M60 für mich entscheiden. In der Zielverpflegung schnappte ich dann ein alkokolfreies Corona-Bier, wobei der Bierappetit erst allmählich wiederkam.
Es war ein sehr gut organisierter und sehr stimmungsvoller Stadtlauf, ich war angenehm überrascht. Ich zog mich dann um und verfolgte noch den 10km-Start. Ich verzichtete dann aber auf die Essenstände am Festareal, sondern fuhr 115 Minuten nach meiner Ankunft weiter nach Leipzig, um sechs Stunden später den letzten Bus der Reisekette zu verlassen. Die Bilanz: von 22 benutzen Verkehrsmitteln in diesen 61 Stunden hatte der einzige ICE in Berlin 15 Minuten Verspätung und der RE nach Nürnberg deren fünf...
Fotos: Veranstalter, Zeitnehmer
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