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Büsum, 03.07.2026:
Stürmischer Lauf an der Wasserkante und auf dem Deich
Ich war schon oft zum Urlaub im Nordseebad Büsum, bin auch schon einige Male im "echten Norden" gelaufen, doch mit dem Büsumer Volkslauf Anfang Juli hatte es bislang nie geklappt. Nur ergab sich die Gelegenheit zu einem Kurztrip an die Küste.030720260006
Vor Wochenfrist gab es dort über über 30 Grad auch einige sehr heiße Tage, doch nun hatte das Wetter umgeschlagen. Am Vortag des 34. Büsumer Volkslaufes war ich gerade zur Zeit des höchsten Wasserstandes am Deich und da spritzte doch so einiges über den unteren Weg - Windstärke acht.
Am Freitag beruhigte sich der Wind im Tagesverlauf ein wenig. Stärke Sechs wurde aber immer noch angezeigt, mit Böen bis Acht. Solch eine frische Brise ist aber kein Grund für eine Absage. Im Gegenteil, es gab viele Nachmeldungen und somit einen Teilnehmerekord von über 600 Läufern. Von unte030720260007n gab es auch nichts zu befürchten. Das Nachmittagshochwasser war vor drei Stunden und das Wasser hatte sich zwischenzeitlich schon weit zurüückgezogen. Der Wind kam von Nordwest, also 2 Kilometer bis zur Lagune und später auf den letzten 300 Metern von vorne.
Um dem Wind aus dem Weg zu gehen, lief ich mich zunächt im Ort und hinterm Deich ein. Der Start für die 5,3 km war für 19 Uhr angesetzt, zehn Minuten später waren wir dran. 162 Männer und 104 Frauen versammelten sich an der Startlinie, welche etwa 300 Meter südlich von der Wattentribüne war. Ich versuchte während der Wartezeit, noch Windschatten zu finden, vorne standen natürlich wieder die kleinsten Kids.
Punkt 19:10 Uhr wurden wir mit der Klatsche auf die Reise geschickt. Nun mussten wir uns gleich mal gegen de Wind stemmen. Mit Windschatten war nichts zu machen, da das Feld sich schnell auflockerte und die Tempounterschiede zu groß waren. Bis zum Hochhaus, also nach spätestens einen Kilometer waren dann auch die meisten kleinen Kids im Feld verschwunden. Ich ließ meistens allein, mit Windschatten klappte es wie gesagt nichts. Dann führte uns der Weg auf die Wattn-Insel. Wir konnten die Lagune aber aufgrund von Bauarbeiten nicht komplett umlaufen. Über den Mitteldamm ging es zurück auf das Festland. An Anfang des Dammes war auch die Wasserstation. Nun also endlich Rückenwind und es lief sich gleich viel besser. Hoch auf den Deich, das war der einzige Anstig der Strecke. Dann liefen wir liefen wir zwei Kilometer lang fast alle Strandabschnitte ab, bis hin zur Nummer Eins, den letzten vor der Westmole. Angefeuert wurde man öften, die meisten Zuschauer standen natürlich am Wattn-Nus und am Bad, oberhalb vom Ziel. Es gab hier oben Positionswechsel: überholen und überholt werden. Am äußersten Ende des Grünstandes führte uns dann der Weg herunter zur Wasserkante und nun zurück zum Start, etwa 500 Meter gegen den Wind. Hier waren meine Kräfte dann fast aufgebraucht. Meinen Vor- und Nachläufern erging es aber nicht anders. Kurz vor dem Ziel wenigstens eine guten Eindruck machen, dann war es geschafft. Meine Zeit war 26:10 Minuten, das war tatsächlich noch ein Schnitt von 4,56 min/km. Meine Platzierung konnte ich zunächst nicht einschätzen, es war unter den 162 Männer Rang 37, ausserdem waren sechs Frauen vor mir. Die M60 habe ich damit auch gewonnen.
Es war also ein Lauf bei echtem Nordseewetter, zum Glück regnete es nicht. Im Gegenteil, inzwischen lugte auch immer mal die Sonne zwischen den Wolken hervor.
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