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Sonneberg, 21.06.2026: Die Form ist wieder da
 Im Jahre 2018 war ich erstmalig beim Sonneberger Sportfest am Start. damals war es das Vierzehnte seiner Art. Es sollte nicht das letzte Mal
sein. Mehrmals auch mit Kurt Weinmann, dem es gesundheitlich leider nicht mehr möglich war, bei der 20. Auflage am Start zu den 800 Metern zu
stehen. Dafür fuhr mein Vereinskollege Valentin Herrmann mit, der noch eine schnelle Tempoeinheit machen wollte. Anhand der Meldeliste was klar, dass er vornew eg laufen muss, ich hingegen hatte wieder zwei meier Sportfreunde und Dauerrivalen der M60 neben mir.
Der RE von Nürnberg nach Sonneberg war gut klimatisiert, so empfing uns dann in der südthüngischen Kreisstadt wieder die Hitze. Es waren zwar “nur” 30 Grad, dafür war es aber recht schwül.
Der Weg zum Stadion war recht kurz und an der Annmeldung (Startgeld 6,50 € insgesamt für uns beide) gab es nicht nur für mich (der früh gemeldet hatte), sondern auch für Valentin einen
Rollrucksack. Nun hieß es, noch ein wenig auf der Tribüne die Zeit totzuschlagen, der Start der 800 Meter war für 15:45 Uhr angesetzt. Eine Stunde vorher machten wir uns dann auf eine
Erwärmungsrunde in die Stadt. Valentin auf für ihn unbekannten Wegen erst vorneweg, ich langsamer hinterher. Wichtig war der Schatten von Häusern oder Bäumen. Ringsherum zogen Wolken
auf, aber Sonneberg lang noch lange im Sonnenloch. Im Stadion angekommen, machte dann jeder sein eigenes Programm. Für mich waren es die lagen Steigerungen auf dem Rasen. Auch wenn
ich angesichts der Hitze absolut skeptisch war, ob überhaupt etwas geht - die Steigerungen liefen schon ganz gut. Nun Anspannung halten, bis es zum Start hinüberging. Startzeit
15:45, aber fünf Minuten früher waren schon alle da. Hinter den Bergen des Thüringer Waldes grummelte es schon mal, da braute sich langsam ein Gewitter zusammen.
Am Start waren wir dann zu zehnt, von der U16 bis zur M70. Die Altersklassen sind hier schon immer in Zehnerschritten gewesen. Favorit war hier Frank Ortmann vom LC Jena, wogegen zwischen Walter Englert
von der TG Kitzingen und mir die Tagesforn entscheidet.Wir drei standen dann an der Evolvente auch innen, Valentin weiter außen. Der Starter
wies noch darauf hin, dass wir nach dem “Auf die Plätze” still an der Linie stehen müs sen und uns nach dem Start nicht am Trikot oder an den
Haaren ziehen sollten. War er früher mal Fußballschiedsrichter? Dann kam der Schuss ich kam auch gut nach innen. Valentin schoss gleich mal vorneweg. Frank war gleich vor mir, Walter und zunächst auch noch Josef
Blickling vom VfB Einberg hinter mir. Mit dem Startschuss war aber bei mir alle Ungewissheit verschwunden und es schien richtig gut zu laufen. Walter blieb
dann auf Tuchfühlung und kurz vor Ende der ersten Runde tauchte er neben mir auf. Die erste Runde war nach 1:29 absolviert - das war schon sehr offensiv.
Und nun legte ich gleich mal einen Zwischenspurt hin, aber Walter war nach 600 Metern noch knapp hinter mir. Dies dokumentierte ein mir unbekannter Betreuer des LAV Neustadt mit meiner Kamera. Doch nach 600 Metern
beschleunigte ich nach einer Erholungsphase noch einmal und nun war die Entscheidung um den zweiten Platz in der M60 gefallen. Ich musste aber
irgendwie das Tempo hoch halten, auf der Zielgeraden klappte es nicht mehr so ganz, aber am Ende waren es für mich 2:57,73 Minuten. Ich hätte nich
gedacht, dass ich bei der Hitze so weit unter die Drei-Minuten-Marke kommne. Es war ein Rennen am Anschlag. Lag der Puls zur Startsekunde noch bei 79,
waren es 200 Meter weiter schon 150 und im Ziel 175 - da war ich wirklich dicht am Maximalpuls. Valentin war schon lange erholt, auch wenn er nach
einer 59er-Startrunde sein Tempo alleine vorneweg nicht ganz halten konnte und nach 2:07:08 min das Rennen gewann. Irgendwann stand ich dann mit
fremder Hilfe auch wieder auf meinen Beinen - es dauerte diesmal ziemlich lange.
Später wies mich der Platzwart noch auf die Duschen hin, der Wirt vom Oberlinder Bratwursthäusla war schon angesichts des nahemden Regens
beim packen, hatte aber immer noch Speis und Trank für uns übrig. Natürlich gab es dann auch die Siegerehrung, für uns sogar etwas beschleunigt.
Ich bin gerne in Sonneberg, Valentin würde auch gerne wiederkommen, um Thüringer Gastfreundschaft zu genießen.


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