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Ansbach, 29.07.2026:
Die Kräfte reichten für eine Runde
Das war nun schon der 22. Ansbacher Läufertag. Unser großes Team sorgte einmal mehr für zufriedene Gesichter bei knapp 140 Teilnehmenden. Ich schaffte es auch wieder, aktiv dabei zusein. Das Mittelstreckentraining fehlte jedoch noch und dementsprechend ging auch mein Rennen aus.
Doch der Reihe nach. Die nächste Hitzewelle war im Anrollen, am Wettkampftag hatte es mittags schon über 30 Grad, bevor es am nächsten Tag über die 35 hinaus ging.  Dem Zuspruch tat dies keinen Abbruch. Über 800 Meter musste ich 45 Männer auf fünf Zeitläufe und 26 Frauen auf drei Zeitläufe verteilen. 5000 Meter mit 3 Zeitläufen und 50 Startenden - das ist wohl Mittelfrankens (und vielleicht auch Frankens) zahlenmäßig größtes 5000-Meter-Meeting.
Ich teilte es so ein, dass der zweite Lauf zum ersten wurde und ich in diesem gleich dabei war. Wobei: der vermeintlich schwächere zweite Lauf stand dem ersten nicht nach. Ich schaffte es noch, mir das Mikro zu greifen und einige Begrüßungsworte an die Anwesenden zu richten - quittiert wurde es mit Beifall. Dann standen wir zu neunt an der Linie. Sechs Nachwuchsläufer und mit Roland Bass, Jürgen Friedrich und mir auch drei ältere Semester. Wolfgang Ebert schickte uns dann auf die Reise, das Gerangel um die Innenbahn begann. Nach etwa 50 Metern, am Scheitelpunkt der Kurve hatte ich mit 3,19 min/km auch meine höchste Geschwindigkeit des Tages erreicht, aber dann auch innen einen Platz gefunden. Nun hatte ich vier Jungspunde vor mir. Nach dem Anfangstrubel war das Tempo bis etwa 300 Meter noch recht hoch und sachte dann etwas ab. Trotzdem passierte ich dicht hinter den Jungs nach etwa 91 Sekunden die 400-Meter-Marke. Nun war mir aber klar: eigentlich hatte ich mich abgeschossen. Die Jungs vorne setzten sich ab und ich musste alles probieren, wenigstens den Platz zu halten. Mein Tempotiefpunkt war nach etwa 650 Metern erreicht, dann konnte ich wenigstens nochmal etwas beschleunigen, um mich nach hinten abzusichern. Am Ende stand für mich eine Zeit von 3:10,32 min zu Buche. Aber beim eigenen Meeting laufe ich nie schnelle Zeiten. Im vermeindlich langsameren zweiten Lauf hätte ich das Feld vor mir hergetrieben, da zeigte unser jüngster TSV-Nachwuchs seine Stärke. Da kommt was nach, wenn sie bei der Sache bleiben. Und im fünften Lauf knackte unser Valentin zum zweiten Mal die Zwei-Minuten-Marke - die Jubelszenen erinnerten an einen EM-Sieg...
Allein für unseren Nachwuchs darf der Läufertag nicht sterben, auch ein gewisser Florian Bremm sammelte hier ab 2011 erste Mittelstreckenerfahrungen. Und für die 5000er ist es der Höhepunkt in Mittelfranken und darüber hinaus. 17:30 min als Meldegrenze für einen mit 20 Startern völlig überfüllten A-Lauf, 50 Starter insgesamt - das will ich mir nicht nehmen lassen. Es muss und es wird weitergehen...
P.S. Leider gibt es keine Bilder vom ersten 800er - ausser, irgend jemand findet noch eines in den Tiefen seines Handys.
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