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Bremen, 15.03.2026 DM-Bronze und bayerischer Rekord für Johannes Strobel über 50 km Bei den Deutschen Meisterschaften im
50-Kilometer-Lauf konnte sich Johannes Strobel (TSV 1860 Ansbach) nach hartem Kampf in seiner Altersklasse M40 die Bronzemedaille sichern.
 Nach endlosen Verletzungspausen im Vorjahr
Ansbachs aktuell schnellster Marathonläufer eine andere Herausforderung und fand selbige jenseits der 42,195 Kilometer. In Bremen fand im Rahmen des sechsten Werderseelaufes die diesjährige
Deutsche Meisterschaft über 50 Kilometer, also eime Ultramarathondistanz, statt. Die Vorbereitung verlief jedoch alles andere als optimal, mehrere Erkältungspausen warfen den 42-Jährigen immer
wieder zurück. Die finalen Trainingseinheiten ließen dann aber doch auf ein gutes Rennen hoffen. Nach dem Startschuss zu frühmorgendlicher Stunde bei drei Grad und noch dichtem Nebel ließ es
Strobel zunächst etwas verhaltener angehen. Nach zwei der sechs jeweils 8,3 Kilometer langen Runden wollte er dann sehen, ob ein höheres Tempo möglich wäre, zwang ihm ein Gel erst einmal zu
einem Dixi-Besuch. "Motivation und Kraft waren vorhanden", so konnte er in den beiden nachfolgenden Runden wieder etliche Plätze gutmachen. In der fünften Runde begann dann
bereits der Kampf und die Schlussrunde, nunmehr jenseits der Marathondistanz, wurde für den Ansbacher richtig hart. "Ich bin einfach nur vor mich hingestorben", und so wurde er von Gesamtplatz
14 auf Rang 20 durchgereicht. Im Ziel zeigte er dann doch noch einen Endspurt, da ihn ein Läufer von hinten bedrängte. Dann leuchtete es gleich
auf der Tafel aus und der Ansbacher wollte es erst nicht glauben: "Johannes Strobel, 3. Platz M40".Mit seiner Zeit von 3:21:52 Stunden
verbesserte er den zwei Jahre alten von Roland Wickles (Mali Crew) gehaltenen Bayerischen Rekord der M40 um reichlich acht Minuten. Den
Zwischenzeiten nach zu urteilen, hatte er es ohne zu wissen, im gesamten Rennverlauf diese Altersklassenplatzierung inne. "Ich bin sehr glücklich
und happy und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, nach dem Jahr mit Verletzungspause und Demotivation einfach mal was anders
anzupacken." Nach diesem Motivationsboost schließ Strobel auch einen Herbstmarathon nicht aus, "denn die 42,195 Kilometer sind doch eher mein Metier."
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