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Peuerbach, 31.12.2025 Florian Bremm holt sich das Triple

"Ich habe das Triple!" - dies zeigte die Siegergeste des Colmbergers Florian Bremm beim 43. Internationalen Silvesterlauf im
oberöstereichischem Peuerbach. Zum dritten Mal in Folge konnte der 25-Jährige in seinem letzten Rennen für den LSC Höchstadt das Traditionsrennen für sich entscheiden. 
Alljährlich laden die Veranstalter zum abschießenden Elitelauf hochkarätige nationale und internationale Läufer ein. Der Lauf gehört neben Sao Paulo,
Madrid, Bozen und Trier zu den TOP-5 Silvesterläufen weltweit. Auf acht etwa 850 Meter langen recht welligen Runden durch das Zentrum der 4700 Einwohner zählenden Stadtgemeinde galt es 6,8 Kilometer zu absolvieren,
im Gegensatz zum Aschauer Vorsilvesterlauf jedoch bei Tageslicht und geringfügig höheren Temperaturen. 14 Läufer standen im Männerrennen an der Startlinie. Der Weltklasseläufer Reynold Cheruiyot aus Kenia kann trotz
gültigem Visum für die EU, schriftlicher Zusage und bereits gebuchtem Flug nicht in Peuerbach starten. Der Grund ist kurios: Der WM-Dritte von Tokio über 1.500 Meter musste am Vortag persönlich zu einem nicht
verschiebbaren Termin in der US-Botschaft in Nairobi erscheinen, um ein Visum für die Teilnahme an den Cross-Weltmeisterschaften in Tallahassee/Florida im Januar zu erhalten. Vor Jahresfrist konnte Bremm
sich im Endspurt knapp gegen ihn durchsetzen und Cheruiyot hatte sich fest vorgenommen, sich diesmal den Sieg zu holen. Nach seinem Sieg in Aschau zeigte sich Bremm hochmitiviert: „Ich freue mich auf den krönenden
Abschluss in Peuerbach. Die Stimmung auf der Zielgerade ist sensationell“. 14 Läufer standen dann an der Startlinie. Auch wenn sich Bremm nach dem
Rennen in Aschau vornahm, mit langer Hose zu laufen, lief er, wie auch die Mehrheit der Eliteläufer trotz anfänglichem Schneefalls wieder in kurz. Die
erste Runde war noch verhalten, dann setzten sich Bremm und der Serbe Elzan Bibic leicht vom Feld ab. Letzterer konnte vor Bremm in den Jahren 2019 und 2022 zweimal in Folge gewinnen und ist mit 18:29 min
Streckenrekordler. Es war jedoch nur ein Strohfeuer, die dritte und vierte Runde absolvierte das Feld im voller Breite der Strasse gemeinsam und
mit recht verhaltenem Tempo. Von einem neuen Streckenrekord sprach nunmehr niemand mehr. Dann der entscheidende Antritt von Bremm:
urplötzlich verschärfte er im Gefälle das Tempo und niemand konnte ihn folgen, der Streckenrekordler wurde sogar komplett durchgereicht.
Bremm baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und durfte sich nach 19:04 min als nunmehr dreifacher Sieger feiern lassen. Zehn Sekunden
später folgten im dichtem Abstand Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) und Robin Müller (LC Top Team Thüringen). Bremms Vereinskollege
Niklas Buchholz, vor Jahresfrist Dritter, belegte nach 19:21 min Rang Vier. Bremms Bilanz: "Es war sehr kalt und windig, dies hat mir aber
taktisch in die Karten gespielt. Ein krönender Abschluss für das bisher schönste Jahr meines Lebens!"

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