|
Dürrwangen, 15.03.2026 An Luisa war kein Vorbeikommen

Der Lauf zur Alten Kappel ist für die Volleyballabteilung des TSV Dürrwangen schon fast ein Selbstläufer. Mit 212 Teilnehmern wurde die
Rekordmarke des Vorjahres nur um 8 Läufer verfehlt. Das Wett passte auch, es war kurz vor dem fränkischen Spätwinter kühl, aber nicht unangenehm.
Ich hatte da auch schon zeitig gemeldet und wie immer für die 5,2 Kilometer. Erst mal die Lage peilen, obwohl man da ja schon längst alle
Örtlichkeiten kennt. Auch Start und Ziel waren wieder an der gewohnten Stelle. Ich schaffte es sogar, mich vor, während und nach den
Kinderläufen zu erwärmen und war bei den abschließenden Steigerungen dann noch halbwegs locker.

Der gemeinsame Start der fünf und zehn Kilometer erfolgte Punkt 10 Uhr. Hannes Türolf
übernahm den Fotopart, Franz-Josef sagte noch einiges an, bis ich mich im 140-köpfigem Feld eine Position suchte. In etwa hatte ich mich dann auch richtig eingeordnet. Dürrwangens
alter und neuer Bürgermeister Jürgen Konsolke schickte uns dann auf die Reise und reihte sich hinten als Walker selber ins Feld ein. Die ersten 200 Meter ging es noch etwas enger zu
, doch bald hatte sich das Feld in die Länge gezogen. Bis zum Windrad, also 2,5 Kilometer lang waren 10- und 5-km-Läufer beisammen. Ich wurde noch überholt, überholte aber auch
schon selber. Noch war aber Zurückhaltung angesagt, denn es ging eben bis zum Windrad 35 Hähenmeter immer leicht aufwärts. Abschließen wollte ich mich nicht. Nach der
Streckenteilung wurde es dann etwas leerer und ich kam jetzt ins Rollen. Etwas konnte ich noch gutmachen, bis ich auf die junge Dinkelsbühlerin Luisa Opel auflief. Ich versuchte
vorbeizukommen - sie hielt gegen. Dasselbe wiederholte sich dreimal. Beim fünften Versuch, etwa bei Kilometer Vier und bereits die Skyline vor Dürrwangen in Sicht, versuchte ich es mit
einer längeren Tempospritze - vergebens. Dann gab ich das vergebliche Unterfangen auf, zumal ich auch schon meine Beine spürte. Einen Endspurt gegen Luisa hätte ich wohl auch
verloren, so wie die Kleine am Schluß noch zulegte. Ich musste eher aufpassen, dass Lara Meyer nicht von hinten zu mir aufschließt, aber den Vorsprung konnte ich dann doch halten.
Laut Lara wäre ich für sie ein guter Pacemaker gewesen. Für mich waren es am Ende 25:59 Minuten, 13 Sekunden hinter Luisa und zehn Sekunden vor Lara. Im Gesamteinlauf der 55
laufende Teilnehmer finishte ich als 22., in der M60 bedeutete dies hinter Klaus Uhlmann Rang Zwei. Die Erholung fiel kurz aus, bald stand ich warm angezogen wieder am Ziel und verfolgte die
weiteren Zieleinläufe und frisch geduscht dann die Siegerehrungen. Zum Mittag gab es Weißwürste mit Brezen. Dürrwangen ist eben immer
wieder eine schöne familäre Veranstaltung an der Schwelle vom Winter zum Frühling.

|